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TVO trotzt 17-Tore-Köbele

Die Oberkircher Defensive – hier Stefan Kofler und Dominik Gross (in
Grün, v.l.) – hatte mit den Oberhausenern alle Hände voll zu tun. Foto:
Iris Rothe
VON MARCUS HUG

Handball-Südbadenliga, Gruppe Süd: Trotz zwischenzeitlichem Fünf-ToreRückstand und einem scheinbar nicht zu stoppenden Gästespieler gewinnt
Oberkirch mit 33:32 gegen Oberhausen

Oberkirch. Der TV Oberkirch hat am Samstagabend in der Oberdorfhalle den
TuS Oberhausen mit 33:32 (16:18) niedergerungen und bleibt damit in der
Handball-Südbadenliga, Gruppe Süd mit 6:4 Punkten auf Kurs
Aufstiegsrunde. Die Renchtäler mussten dafür aber ein hartes Stück Arbeit
verrichten, vor allem weil der überragende 17-fache Torschütze Dominik
Köbele scheinbar nicht zu stoppen war. „Es lief bei weitem nicht alles rund,
aber wir waren sehr nervenstark und freuen uns über diese zwei extrem
wichtigen Punkte“ , fasste TVO-Trainer Daniel Kempf zusammen.
Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, auf was sich die Oberkircher an
diesem Abend einstellen mussten. Nach neun Minuten stand es 2:6 durch
sechs Treffer von Köbele. „Er hat wahnsinnig viel Power und strotzt vor
Selbstvertrauen“, beobachtete Kempf, zögerte zunächst aber mit
Umstellungen in der Defensive, „weil wir nicht zu früh aufmachen wollten.“
Als sich der Coach dann doch für eine 5:1-Deckung entschied, „bekamen wir
mehr Zugriff“. Allerdings vergaben die Gastgeber in dieser Phase auf der
anderen Seite einige Möglichkeiten.

Deshalb pendelte sich der Rückstand ein
über 6:11 (17.), 9:14 (23.) und 14:18 (29.). Durch Treffer von Stefan Kofler
und Timo Roll, die mit jeweils neun Toren die besten Oberkircher Schützen
waren, verkürzte der TVO den Abstand zur Pause noch auf 16:18.
Oberhausen ließ nicht locker und setzte sich nach dem Wechsel direkt wieder
20:16 (33.) und 23:19 (37.) ab. Kempf entschied sich nun für Manndeckung
gegen Köbele. „Das hat uns geholfen, einige Bälle zu erobern“, so der Trainer.
Christian Schlenk sorgte mit seinem Tor zum 23:23 für den erstmaligen
Ausgleich (40.) , Dominik Gross brachte die Renchtäler mit dem nächsten
Angriff sogar in Führung. Doch auch damit war die Wende noch nicht
endgültig vollzogen, denn durch die offensive Deckung ergaben sich Räume
für die Gäste, die zahlreiche Siebenmeter zur Folge hatten. Köbele
verwandelte alle souverän und glich damit unter anderem zum 24:24 (41.),
26:26 (45.) und 31:31 (57.) aus.
In der hochspannenden Schlussphase wurde Torhüter Henrik Nebel dann zum
Trumpf für den TV Oberkirch. „Er hat am Ende zwei, drei ganz wichtige
Würfe weggenommen“, freut sich Kempf. So konnten Schlenk (57.) und
Kofler (59.) die Gastgeber entscheidend mit 33:32 in Führung bringen.
„Solche Heimspiele muss man einfach gewinnen, das haben wir geschafft“ ,
zeigte sich der Coach erleichtert.


TV Oberkirch – TuS Oberhausen 33:32 Oberkirch: Wachsmann, Nebel;
Siefermann 5, Brandstetter, D. Roll 1, Gross, Faltien, Ücker, Schlenk 3,
Mössner, Kofler 9, Barberic 2, Schmidt 3, T. Roll 9/3 Oberhausen: Stich,
Morga; Köbele 17/9, Martinez 1, Klausmann 1, Maurer 3, Zamolo 3, Freppel,
Heß 6, Moser, Kölblin, Werny, Motz 1

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