TVO

Kann der TV Oberkirch eine Serie starten?

Nach der äußert kurzen Weihnachtspause wird es für den Handball-Südbadenligisten TV Oberkirch am Samstag (20 Uhr) schon wieder ernst, wenn Trainer Daniel Kempf mit seinem Team beim Tabellenzweiten BSV Phönix Sinzheim antreten muss.

Zwar gehen die Renchtäler als klarer Außenseiter ins Spiel, ein überraschender Sieg zum Rückrundenauftakt könnte aber die Initialzündung zur Aufholjagd im Abstiegskampf werden. Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte ging der TVO mit einem positiven Gefühl in die Pause, denn gegen den TuS Helmlingen gelang ein schwer erkämpfter 26:25-Heimsieg. ,,Wir hatten am Tag danach Weihnachtsfeier, da hat man schon gemerkt, dass der Sieg etwas bewirkt hat“, sagt Kempf und hofft, dass der Rückenwind ins neue Jahr transportiert werden konnte.
Nach nur zehn freien Tagen wurde am 27. Dezember wieder trainiert, auch in der laufenden Woche standen schon zwei Einheiten auf dem Programm. ,,Der eine oder andere kränkelt ein bisschen, aber das ist ganz normal in dieser Jahreszeit. Wir konnten trotzdem ganz gut arbeiten“, ist der Trainer zufrieden.
Auf sein Team warten vorentscheidende Wochen, denn nach der Partie in Sinzheim stehen nacheinander drei Heimspiele gegen Ehingen, St. Georgen und Kappelwindeck/Steinbach auf dem Programm. ,,Da können wir uns wieder richtig zurück ins Geschäft bringen und mit ein paar Siegen im Rücken dann auch wieder mit breiter Brust antreten“, hofft Kempf.

Gegner mit Personalproblemen

Zunächst steht aber die Auswärtspartie in Sinzheim komplett im Fokus. ,,Die haben eine richtig gute Mannschaft, wenn sie komplett sind“, zeigt der TVO-Trainer großen Respekt. Allerdings hatte der Tabellenzweite zuletzt mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen und wird auch am Samstag nicht seine beste Formation aufbieten können. ,,Je nachdem wer bei denen spielt, kann sich die Ausgangslage natürlich verändern“, weiß Kempf, ,,aber wie immer schauen wir eher auf uns. Wir müssen voll da sein und an die Leistung vom Helmlingen-Spiel anknüpfen, vor allem in der Defensive. Wenn wir das schaffen, sind auch wir für jedes Team in der Liga ein unangenehmer Gegner.“
Der Coach hofft, dass er am Samstag alle Spieler einsetzen kann. ,,Es gibt noch ein, zwei Fragezeichen, das klärt sich dann kurzfristig“, berichtet er. Mittlerweile ist auch Jan Ücker nach seiner langwierigen Schulterverletzung wieder ins Training eingestiegen, ein Einsatz käme aber noch viel zu früh. ,,Wir werden da definitiv nichts überstürzen“, stellt Kempf klar. Bei Tomislav Barberic, der mit seinem Kreuzbandriss im Frühjahr eine riesige Lücke in den Oberkircher Rückraum gerissen hat, wird es noch länger dauern. ,,Natürlich wäre es am besten, wenn wir uns in die Situation bringen, dass wir ihn in dieser Saison überhaupt nicht mehr brauchen“, hofft Kempf.

Quelle: Mittelbadische Presse, Autor: Marcus Hug

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